Kirchliches Jugendbüro Regen
Eine Firmvorbereitung der besonderen Art haben 31 Firmlinge aus dem Pastoralen Raum Regen erlebt. Gemeinsam mit ihrem Betreuerteam um Jugendreferent Johannes Hof vom Kirchlichen Jugendbüro Regen machten sie sich vom 1. bis 9. August auf den Weg nach Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Ziel der Firmfahrt war das internationale Jugendfestival „Mladifest“. Die Jugendlichen hatten sich ganz bewusst für diesen besonderen Weg der Firmvorbereitung entschieden.
Mit einem Bus des Busunternehmens Oswald aus Regen startete die Gruppe ihre Reise. Bevor es losging, stellte Pfarrvikar Martin Guggenberger die Fahrt mit einem gemeinsamen Gebet und dem Reisesegen unter den Schutz Gottes.
Nach der Ankunft am Sonntagmorgen und dem Beziehen der Unterkunft lernten die Jugendlichen zunächst den bekannten Wallfahrtsort Medjugorje kennen. Bereits am Abend wartete ein erster Höhepunkt: Gemeinsam mit Zehntausenden Gläubigen aus aller Welt feierten sie einen der großen Jugendgottesdienste des Mladifest. Musik, Gebet und die internationale Gemeinschaft sorgten für eine besondere Atmosphäre und machten deutlich, wie lebendig und verbindend Glaube sein kann.
In den folgenden Tagen nahmen die Firmlinge an verschiedenen Gottesdiensten, Rosenkranzgebeten, Vorträgen und weiteren Programmpunkten des Jugendfestivals teil. Besonders eindrucksvoll war für die Gruppe die Kerzenmeditation, bei der inmitten der großen Gemeinschaft auch Raum für Ruhe und persönliches Gebet entstand. Auch der frühmorgendliche Aufstieg auf den Erscheinungsberg, zu dem sich die Gruppe bereits um 5.00 Uhr auf den Weg machte, war ein bereicherndes Erlebnis. Beeindruckend war dabei, wie viele gläubige Menschen sich auf den Weg machten und zum Teil sogar barfuß den Berg hinaufstiegen.
Innerhalb der Reisegruppe blieb zudem Zeit, sich mit Fragen des eigenen Glaubens auseinanderzusetzen. Bei einer Katechese am Dienstag mit Pfarrvikar Martin Guggenberger konnten die Firmlinge ihre Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Dabei ging es darum, was Glaube heute für junge Menschen bedeuten und wie er im Alltag seinen Platz finden kann. Am Mittwoch feierte die Gruppe gemeinsam mit den vielen internationalen Teilnehmern den Abschlussgottesdienst des Mladifest. Damit endete das eigentliche Jugendfestival, das Programm der Firmfahrt ging jedoch weiter.
Am Donnerstag stand ein Besuch bei der Gemeinschaft Cenacolo im Mittelpunkt. Die christliche Gemeinschaft bietet insbesondere Menschen, die durch Sucht und andere schwierige Lebenssituationen geprägt sind, einen Ort für einen Neuanfang. Die persönlichen Lebensgeschichten und Zeugnisse der Mitglieder beeindruckten die Jugendlichen und zeigten auf besondere Weise, welche Kraft Glaube, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung entfalten können. Am Nachmittag ging es zu den Kravica-Wasserfällen, wo nach den intensiven Tagen auch Erholung und gemeinsames Freizeitvergnügen nicht zu kurz kamen.
Der Freitag begann mit einem deutschsprachigen Gottesdienst. Anschließend führte ein Badeausflug nach Neum an die Adriaküste. Meer, Sonne und gemeinsame Zeit boten einen willkommenen Ausgleich zum geistlichen Programm der Woche.
Auch am Samstag feierten die Jugendlichen nochmals gemeinsam einen deutschsprachigen Gottesdienst. Eine besondere Aufgabe übernahmen dabei die Firmlinge aus dem Pastoralen Raum Regen selbst: Sie durften die Fürbitten vortragen und den Gottesdienst damit aktiv mitgestalten.
Bei einer weiteren Katechese mit Pfarrvikar Martin Guggenberger beschäftigte sich die Gruppe anschließend mit dem Sakrament der Versöhnung. Martin Guggenberger erklärte den Jugendlichen die Bedeutung der Beichte als Möglichkeit, das eigene Leben in den Blick zu nehmen, Belastendes vor Gott zu bringen, Vergebung zu erfahren und einen neuen Anfang zu wagen. Die Firmlinge hatten anschließend die Möglichkeit, selbst das Sakrament der Beichte zu empfangen.
Am Samstagabend hieß es schließlich Abschied nehmen von Medjugorje. Bevor es wieder Richtung Heimat ging, segnete Pfarrvikar Martin Guggenberger die in Medjugorje gekauften Rosenkränze, Bilder und kleinen Geschenke, die die Jugendlichen als Erinnerung für sich selbst oder für die Familie mit nach Hause nahmen. Um 18 Uhr machte sich die Gruppe dann auf den Heimweg. Auch die Rückreise wurde wieder von einem gemeinsamen Gebet und dem Reisesegen begleitet. Am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr kamen die 31 Firmlinge und ihr Betreuerteam wohlbehalten wieder in Regen an.
Zurück blieben viele Erinnerungen an eine bereichernde Woche: an die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe und an Begegnungen mit jungen Menschen aus aller Welt. Die Firmlinge konnten in Medjugorje erfahren, dass Kirche und Glaube jung, lebendig und international sein können.



